Neuer Buchbeitrag zu KI, Professionen und der Bedeutung von Arbeit [10.08.26]
Mateja Vodiškar und Caroline Ruiner haben einen neuen Buchbeitrag zur Bedeutung von Arbeit und professioneller Identität im Kontext Künstlicher Intelligenz veröffentlicht.
Auf Basis qualitativer Interviews mit Ärzt:innen und Jurist:innen als im Fokus stehenden Professionen untersucht der Beitrag, wie die zunehmende Integration von KI berufliche Rollen, professionelle Identität und die Wahrnehmung sinnvoller Arbeit verändert. Die Ergebnisse zeigen ein ambivalentes Bild: KI kann professionelle Arbeit bereichern, indem sie Routinetätigkeiten übernimmt und mehr Raum für anspruchsvolle Aufgaben, Beratung und den direkten Kontakt mit Patient:innen und Mandant:innen schafft. Gleichzeitig kann die Übernahme gerade jener Tätigkeiten, die bislang als Kern professioneller Expertise verstanden wurden, das Selbstverständnis und die Sinnhaftigkeit der eigenen Arbeit infrage stellen.
Folglich hängen die Auswirkungen von KI nicht allein davon ab, welche Aufgaben durch KI unterstützt oder übernommen werden; entscheidend ist vielmehr, wie sich dadurch Verantwortlichkeiten, Entscheidungsspielräume und die Rolle von Professionen verändern.
Vodiškar, Mateja & Ruiner, Caroline (2026): Artificial intelligence, professions and the meaning of work. In: Tømte, Cathrine Edelhard, Ruser, Alex, Trondal, Jarle (Hrsg.): Digital Transformation(s): Social & Ethical Consequences of Rapid Technological Change. Responsible and Ethical Digital Transformations, 222-243. https://doi .org /10 .4337 /9781035361229
Das eBook ist verfügbar unter: https://www.elgaronline.com/view/book/9781035361229/9781035361229.xml